Holster aus Wildleder mit Perlenstickerei im Stil der amerikanischen Ureinwohner
Dieses exquisite Stück zeugt von der hohen Kunstfertigkeit der Plains-Indianer und besticht durch aufwendige geometrische Perlenstickerei in traditionellen Farbkombinationen, die charakteristisch für die Designtraditionen der Sioux und Cheyenne sind. Ursprünglich als Pfeifen- oder Tabakbeutel – ein geschätztes Accessoire der Plains-Männer – gedacht, präsentiert sich dieses geschmeidige Wildledergefäß mit sorgfältiger Perlenstickerei, die sowohl kulturelle Bedeutung als auch künstlerische Meisterschaft widerspiegelt. Der hervorragende Erhaltungszustand und die authentische Verarbeitung machen es zu einer wertvollen Bereicherung für jede Sammlung indianischer Kultur und bieten eine greifbare Verbindung zum historischen Erbe und der dekorativen Exzellenz der Plains-Indianer.
Dieses exquisite, mit Perlen bestickte Wildlederstück markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung der Kunst der indigenen Bevölkerung Nordamerikas. Die Einführung von Glasperlen durch europäische Händler Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichte es den Kunsthandwerkern der Plains, die Grenzen der traditionellen Stachelschweinstickerei zu überwinden und ein zuvor unerreichtes Maß an Detailgenauigkeit und Raffinesse zu erreichen. Paradoxerweise führte die Reservatszeit, die in den späten 1870er Jahren begann, zu einer Phase kreativen Aufschwungs. Die Aufgabe des Nomadenlebens gab den Künstlern die Zeit und die nötige Konzentration, um ihre aufwendigsten und anspruchsvollsten Werke zu schaffen. Dieses Holster ist ein Paradebeispiel für jene Blütezeit der Perlenstickerei der Plains, eine Zeit, in der technisches Können und künstlerische Vision zusammenwirkten, um bleibende kulturelle Meisterwerke zu schaffen.